Obwohl es viele Webseiten und Bücher zu NLP gibt, geht es zumindest mir oft so, das viele nicht wissen was genau da gemacht wird. Gut, NLP ist inzwischen schon ein komplexes Gebiet geworden und so versuche ich mal auf einfache Weise zu erläutern was so in einer Ausbildung ablaufen könnte. Da ist nicht alles dabei, aber man kann das ja dann ergänzen oder erfragen.
Zu Beginn wird die Wahrnehmung, Kommunikation und das Informationen sammeln geübt.
Beispiele zur Wahrnehmung: Es wird geübt verschiedene Physiologien beim anderen zu erkennen. Mit Physiologien ist der körperliche Gesamteindruck eines anderen Menschen gemeint, der mit einem inneren Zustand zusammenhängt. Hierbei wird unter anderem zwischen folgenden Physiologien unterschieden:
Problem-Physiologie: Wenn ein Mensch innerlich ein Problem erlebt, kann sich das in einer entsprechenden Physiologie ausdrückt. Eine Person zeigt ihre Problem-Physiologie, wenn sie von ihrem Problem spricht, sich an eine Situation vorstellt oder erinnert. Problem-Physiologien unterscheiden sich von den anderen Physiologien und sich auch von Mensch zu Mensch anders.
Ziel- Physiologie: Die Physiologie zeigt sich, wenn eine Person assoziiert an ihr Ziel denkt oder davon spricht. Der Wechsel von der Problem-Physiologie zur Ziel-Physiologie sollte im Coaching erkannt werden können.
Ressourcen-Physiologie: Menschen können ihr Bewusstsein auf Ressourcen richten, wenn dies geschieht zeigt sich das durch eine Ressourcen-Physiologie.
Versöhnungs-Physiologie: Diese Physiologie zeigt sich, wenn ein Mensch die Erkenntnis hat, dass ein problematisches Verhalten in einen bestimmten Kontext oder in einem tieferen Sinne auch positiv ist.
Misch-Physiologie: Eine Misch-Physiologie zeigt sich während zwei verschiedene innere Zustände ineinander übergehen und verschmelzen. Dies geschieht z.B. bei der Technik des Anker-Verschmelzens.
Folgend einfache Übung wird zum trainieren der Wahrnehmung in einigen Kursen auch heute noch gemacht.
Personenraten visuell:
A sagt sagt während des ganzen Prozesses gar nichts.
A denkt etwa 45 Sekunden lang an eine Person, die er / sie gern mag (=Person X).
B hilft A, eine möglichst lebhafte und klare Erinnerung an sie/ihn zu bekommen.
B und C kalibrieren z.B. auf Atmung, Gesichtsausdruck, Hautfarbe, etc (= Physiologie).
A denkt etwa 45 Sekunden lang an eine Person, die er/sie nicht mag (=Person Y).
B hilft A, eine möglichst deutliche Erinnerung an ihn/ sie zu bekommen.
B und C kalibrieren z.B. auf Atmung, Gesichtsausdruck, Hautfarbe, etc.
B stellt A folgende Fragen, die A dadurch beantwortet, dass er / sie an die betreffende Person denkt, ohne etwas zu sagen. B und C lesen nun an der Physiologie ab, ob es sich um Person X oder Y handelt.
Mögliche Fragen:
Welche Person hat mehr Temperament?
Welche Person hat dunklere Haare?
Welche Person ist größer/älter/schwerer/schöner?
Welche Person wohnt weiter entfernt?
Welche Person hast du zuletzt gesehen?
Welche Person hat das größere Auto?
Welche Person. . . ?
B + C stellen solange diese Art von Fragen, bis beide die nonverbale Antwort des A sicher erkennen können. Solltet ihr dabei völlig falsch liegen, so geht zurück und kalibriert neu.
Einige Begriffserklärungen:
A: Erlebt die Übung
B: Führt durch die Übung
C: Beobachtet und gibt Feedback
Kalibrieren
Kalibrieren im NLP bedeutet sich auf eine bestimmte Person fein abzustimmen. Kalibrieren bezeichnet den "Prozess, mit dem man sich auf die nonverbalen Signale einstimmt, die beim Gegenüber einen bestimmten Zustand anzeigen.
Die Feinabstimmung der Wahrnehmung, können viele kleine Details sein, von den Härchen auf der Haut und kleinste Spannungen im Muskeltonus. Die Steigerung der Wahrnehmungsfähigkeit hilft selbst subtile nonverbale Informationen zu sammeln. Dazu gibt es viele weitere Übungen, z.B. auch mit den anderen Sinnen (z.B. Personen raten auditiv) Es folgen dann weitere Ausbildungsinhalte.
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Posted by Uwe Schwarz
Fri, 20.08.2010 15:23
@4: "Die Frage, die sich mi r immer wieder stellt, ist, ha t noch nie jemand darüber nach gedacht, daß i [...]