Erst einmal muss gesagt werden, dass Trauer ein natürlicher Prozess ist und in Normalfall nicht behandelt werden braucht.
Manchmal aber leiden Menschen nach einem Verlust ungewöhnlich lange und dieser innere Schmerz lässt sie nie so ganz los. Dies hat mehrere Gründe. In dieser NLP Intervention wird die Art und Weise wie der Trauernde an den Verlust denk im Zusammenhang mit den Werten behandelt. Die Beschreibung des Prozesses klingt vielleicht etwas kompliziert, technisch und gefühlsarm. Jedoch kann ich aus der vergangenen Praxis sagen, das dies nicht so sein muss und vom Begleiter/in abhängt.
Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig, wie eben die Trauer auch.
Anwendungsmöglichkeiten:
Verlust durch Adoption, Selbstmord, Krankheit, Unfälle, Tod usw. .
Trennung in Beziehungen
Verlust der Heimat
Verlust eines Haustieres, Besitzes, Job.
Verlust von Fähigkeiten z.B. Sport.
Räumliche Trennung von geliebten Menschen.
Trauer über etwas was man eigentlich nie hatte: kein Kind bekommen, verlorener Traum, Ziele nicht erreichbar.
Verlust einer glücklichen Kindheit.
Vortrauer- zur Stärkung bei bevorstehenden Verlusten.
Durch den Trauerprozess werden erstens, die Submodalitäten verändert wie an den Verlust gedacht wird und zweitens eine Zukunft geschaffen in denen der Mensch die verloren geglaubten Werte wieder erleben kann. Die Auswirkungen sind in der Regel die, das der Mensch nun nicht mehr so unter diesem Verlust leidet und positiver in die Zukunft schaut. Bei einigen Menschen verschwindet nur der innere Schmerz. Wenn der Verlust, z.B. der Ehegatte, eine sehr große Rolle spielte was das eigene Selbstbild betrifft müssen weitere Interventionen angefügt werden.
Trauerprozess
1. Denke an die Person, bei der du den Verlustschmerz fühlst. Es sollte eine positive, oder neutrale Erinnerung sein. Erarbeite die Submodalitäten, und lege dann das Bild für einen Moment auf die Seite.
2. Denke bitte jetzt an jemanden der nicht mehr in Deinem Leben ist, bei dem Du dich aber trotzdem gut fühlst, wenn Du an diese Person denkst, es ist ein Gefühl von Anwesenheit (z.B. Ein/e alte/r Schulfreund/in).
Erarbeite die Submodalitäten.
3. Möchtest Du gerne an die 1 Person so denken wie an die 2te Person?
4. Öko - Check.
5. Verändere die Submodalitäten von Bild/Film 1 so, dass sie denen von Bild/Film 2 gleichen. Lasse danach einige schöne Erinnerungen in den neuen Submodalitäten ablaufen.
6. Test: Wie fühlst du dich jetzt?
7. Schließe nun die Augen, und denke an Person 1, erinnere Dich jetzt nur an die guten Erlebnisse und mache dir bewusst welche Werte Dir in der Beziehung wichtig waren?
8. Identifiziere die verschiedenen Werte.
9. Bringe nun diese Werte in ein Separates Bild. Dieses Bild kann durchaus symbolischer oder abstrakter Art sein, es enthält jedoch die Essenz all der schönen Erlebnisse und Werte die du mit der Person hattest. Erfrage die Submodalitäten.
10. Nun stell dir vor welche Formen diese Werte in deiner Zukunft für dich annehmen könnten, mache dir dazu ein Bild/Film an einer dritten Stelle. Wie könntest du die gleichen Werte mit einer anderen Person leben? Dieses Bild kann etwas verschwommen oder unklar sein, weil du ja noch nicht genau weißt, wer diese Person sein wird.
11. Kleide nun dieses Bild in die gleiche Submodalitäten, wie du sie unter Punkt 9 hattest und erlebe weiter wie du diese Werte mit einer anderen Person erlebst.
12. Nimm nun dieses Bild und vervielfältige es, so dass du einen ganzen Stapel an Bildern/Filmen bekommst. Während du es vervielfältigst, stellt sich heraus, dass jedes ein bisschen anders ist, doch in jedem sind nach wie vor die kritischen Submodalitäten enthalten.
13. Stelle dir nun deine Zukunft z.B. in Form einer Lichtstraße vor und streue diesen Bilderstapel entlang deiner Zukunftslinie aus, einige liegen etwas näher bei dir, andere liegen etwas weiter entfernt. Stell dir weiter vor, wie du von der Gegenwart aus, all diese Bilder sehen kannst und vielleicht kannst du schon die Vorfreude spüren, wenn du siehst was auf dich wartet.
14. Denke nun an die Person 1 Future Pace
Achte bei diesem Prozess darauf dass dein Partner in Trance kommt.
Beobachte ob es Widerstände gibt.
Es ist wichtig das dein Partner nachher in den neuen Submodalitäten an den Verlust denkt bzw. an solche die angenehm für ihn sind.
Überprüfe ob weitere Interventionen notwendig sind.
Fragen zur Intervention? Im Forum ist das Möglich.

0 Trackbacks