Feb 14

Das dritte Prinzip: Vergebung. Dieses Prinzip erklärt im Ansatz warum es unsinnig sei, Unverzeihlichkeiten im Leben zu festzuhalten. Wir alle haben größere und kleiner Kränkungen im laufe unseres Lebens erfahren. Manche können wir vergeben andere nicht. Manche Unverzeihlichkeiten brauchen einen Auslöser um ins Bewusstsein zu kommen um dort emotionale Schmerzen zu bereiten, und andere scheinen fast täglich präsent zu sein. Nahezu alle Menschen wissen dass diese Unverzeihlichkeiten einem nicht gut tun, dennoch ist die Bereitschaft zur Vergebung sehr unterschiedlich. Jene, die Vergeben wollen, stehen verschiedene Methoden zur Verfügung um das zu bewältigen. Die erfolgreichsten Methoden arbeiten weniger mit Komplexen Techniken, sondern stellen das kränkende Geschehen und das allgemeine Weltbild in einen anderen Kontext. Manche gleichen im gewissen Sinne einem Bedeutungsreframing. Welche Bedeutung messe ich dieser Erfahrung zu? Was ist mit den Täter und Opferbild? Ist der Täter letztlich auch ein Opfer? Oder gibt es so was wie ein Opfer gar nicht, sondern nur die Erfahrung und seine Deutung? Wenn die eine Erfahrung den einen dauerhaft kränkt/verletzt und den anderen nicht, woran liegt das? Es sind insbesondere zwei Dinge. Es ist die Anhaftung und Deutung unseres Geistes, die ein Geschehen unverzeihlich macht. Der Keim für dieses Verhalten liegt schon in der Struktur unseres Dualistischen Geistes, welcher stets unsere Erfahrungen aufspaltet in gut oder böse, schwarz der weiß usw.


Posted by Uwe Schwarz

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2 Comments

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  1. Heilpraktiker says:

    Ich denke mir, dass all die psychologischen Worthülsen nicht wirklich hilfreich sind, wenn es darum geht, das Herz zu öffnen und zu heilen. Es ist äusserst schwierig, an das ganze mit dem Kopf heranzugehen. Das Meta-Gefühl Liebe ist hier gefragt - und das ist wiederum ein Prozess. Es bedarf auch der Selbstliebe, um wirklich Vergeben zu können. Wenn es mir selber gut geht, ist das Verzeihen natürlich einfacher. Erfahrungswerte hierzu würden mich sehr interessieren :-))

  2. Uwe Schwarz says:

    Jedes Wort ist eine Hülse, die wir öffnen und interpretieren. Zum Thema Vergebung ist es auch wichtig zu verstehen, das es in uns meist mindestens eine Seite gibt die vergeben will und andere nicht. Die Verbindung und Kommunikation zu unserer Anteilen die nicht vergeben wollen oder können ist ein guter Schritt.

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